Die Trüffel

 

Wie wachsen Trüffel?

Trüffel sind unterirdisch wachsende Pilze. Sie benötigen für ihre Entwicklung einen Baumpartner. An den Wurzelspitzen der Bäume bildet sich die sogenannte Mykorrhiza. Der Pilz hilft dem Baum, Nährstoffe und Wasser aus dem Boden aufzunehmen. Im Gegenzug versorgt der Baum die Trüffel mit energiereichen Kohlenhydraten. Wenn man also Trüffel auf einer Plantage ernten möchte, muss man Bäume pflanzen, die mit Trüffelsporen mykorrhiziert sind. Je früher die Baumwurzeln mit den Pilzsporen zusammengebracht werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Trüffel gegenüber anderen Mykorrhizapartnern durchsetzt. Im günstigsten Fall werden nach fünf bis acht Jahren die ersten Fruchtkörper gebildet und die Trüffel können geerntet werden.

 

Wie werden Trüffel geerntet?

Auch wenn die Trüffel in Form und Größe an Kartoffeln erinnern, kann die Ernte nicht maschinell erfolgen. Zum Auffinden der reifen Trüffel ist vielmehr ein speziell dafür ausgebildeter Hund notwendig. Dieser zeigt die Stellen an, wo der Duft der Trüffel aus dem Erdreich strömt. Das Ausgraben erfolgt dann vorsichtig per Hand.

 

Welche Trüffelarten und welche Bäume kommen in Deutschland für den Anbau in Frage?

In deutschen Wäldern sind mehr als 100 verschiedene Trüffelarten heimisch. Auch wenn noch einige andere Arten genießbar sind, kommt für den professionellen Anbau nur die Burgundertrüffel (Tuber aestivum) in Frage. In der Natur sind die häufigsten Baumpartner dieser in Deutschland heimischen Trüffelart die Hainbuche, die Rotbuche, die Hasel und die Eiche. Deshalb sollte man für eine Plantage auf diese Baumarten setzen. Auch wenn es reizvoll erscheint, eine Doppelnutzung zu realisieren, indem man nur Hasel pflanzt (Trüffel und Nüsse), spricht vieles dafür, dass deutlich mehr Trüffel geerntet werden können, wenn verschiedene Baumarten gemeinsam angebaut werden.